Sonderschauen

Auch dieses Jahr widmet sich die Internationale Oldtimermesse in Salzburg wieder zwei Spezialthemen, die so einige Vier- und Zweirad-Fanherzen höher schlagen lassen:

60 JAHRE JAGUAR E-TYPE

& 75 JAHRE VESPA

60 Jahre Jaguar E-Type

Schon Ende der 1950er-Jahre dachte man bei Jaguar in Coventry über die Nachfolge der XK Modelle nach. Ein erstes Versuchs-modell, E1A, in Anlehnung an die berühmten und äußerst erfolgreichen D-Type Modelle, war bereits 1958 fahrbereit. Der Aerodynamiker und Luftfahrtingenieur Malcolm Sayer entwickelte gemeinsam mit William Heynes und Abbey Panels den Jaguar E-Type. Am 15. März 1961 wurde der neue Wagen am Genfer Autosalon vorgestellt. Jaguar plante die Präsentation vor geladenen Gästen und PR-Manager Bob Berry fuhr mit dem dafür vorgesehenen Coupé, mit dem Kennzeichen 9600 HP in der Nacht davor nach Genf. Der Andrang war so groß, dass Jaguar Boss, Sir William Lyons seinen Testfahrer Norman Dewis mit einem Roadster mit dem Kenn-zeichen 77 RW losschickte. Auch Dewis kam rechtzeitig an, nachdem er die 1200 km in nur elf Stunden zurücklegte. Der Jaguar E-Type war die Sensation, mit dem 3,8 Liter Sechszylinder-Reihenmotor mit 269 PS erreichte er 240 km/h und beschleunigte in 7 Sekunden auf 100 km/h. Werte, die vor 60 Jahren nur doppelt so teure Italiener erreichten. Von allen Modellen und Motorvarianten wurden bis Produktionsende mehr als 70.000 Stück gebaut. Der Jaguar E-Type ist eine Design-Ikone und heute so sensationell wie vor 60 Jahren bei seiner Präsentation.

75 Jahre Vespa

Die Geschichte des wohl bekanntesten Motorrollers begann 1946, als Enrico Piaggio seinen Chefkonstrukteur Corradino D’Ascano beauftragte, ein preisgünstiges Fahrzeug zu bauen. Diese Ur-Vespa „98“ sollte sparsam und leicht zu fahren sein. Es folgte 1948 ein kleiner Transporter, die dreirädrige „APE-die Biene“, die für Italiens Bauern und Gewerbetreibende wie geschaffen war. 1957 baute Piaggio sogar ein Auto, die Vespa 400. Die Sonderschau folgt den Spuren des Kultfahrzeugs für viele Generationen.